[albtraeume] (fuer N.)

16 04 2010

dein platz bleibt leer: nach all den jahren
traeum ich noch immer den abschied &
szenen das zu verhindern wirken gestellt
wie ein happy end: auch an guten tagen
fehlst du noch zum glueck zum leben &
so hab ich mich eingerichtet: 1 platz
bleibt leer – wir ruecken durch…

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[schreiben in cafes]

8 04 2010

1 blick 2 worte: ueber eine tasse tee
geworfen wie schnee auf frischem gruen
der satz: das geht nicht & kann auch nicht
gehen wir lieber irgend wo hin irgend wo
uns niemand kennt & weil das enthemmt
hab ich noch hoffnung und so…

…gesehen war das wie immer: 1 luege
fuer ein paar momente mit dir am strand
zu wohnen: die alten lieder kennst du nicht
die alten sprueche schon: vom kampf
der geschlechter der klassen & krassen
gefuehlen beim sex auf dope…

…bist du nie gewesen & eigentlich auch
viel zu vernuenftig dafuer: aber cool –
hoert es sich an du schreibst es dir auf
eine serviette im cafe: das hat wlan
fuer lau in der tat war das prekariat
noch nie so entmuendigt wie heut





[stadtfluchten]

1 04 2010

2 sprachen zu denken: die welt
dreht weiter hin und weg war alles
was wir damals wollten: 1 land
das in den koepfen weiter grenzte
nie an heimat nur den rasen
vorm fenster haben wir verlegt
wie alte photos die uns zeigten
an orten wo wir nie waren…





[& die Menschen sind muede…]

7 06 2009

Manchmal wuenschte ich, dass ich singen koennte und Lieder schreiben – aber ausser den Texten hab ich nichts dazu beizusteuern. Heute stolperte ich ueber eine Reihe wunderschoener Lieder eines jungen deutschsprachigen Saengers, von dem ich noch nie zuvor gehoert hatte – der aber scheinbar nicht mehr ganz unbekannt in Deutschland ist. Sein Name ist Philipp Poisel und seine Lieder brachten mir wieder ins Bewusstsein, dass es oft genug nicht darauf ankommt wer zuhoert – sondern einzig und allein, dass man bestimmte Dinge ausspricht. Und dass man ruhig mal einen Schritt zurueck gehen darf, um wieder in den Takt zu kommen.

Mit seinen Liedern im Ohr schrieb ich einen Text, fuer den ich zwar auch ein Lied im Ohr hab – aber nur den Text aufs Papier zu bringen vermag…

[& die Menschen sind muede]

& in den Staedten: die Menschen sind muede,
sie reden vom Gestern, reden und jetzt
hoert keiner mehr zu, ist keiner mehr da,
der ihnen des Abends die Traeume versetzt

& in den Kneipen: die Maenner sind muede,
sie halten am Bier sich stundenlang fest,
keiner will keine, sie bleiben alleine
aus Angst dass des Morgens man sie schon verlaesst

& auf Deiner Veranda: der Junge bin ich,
noch Schlaf in den Augen: der Junge bin ich!
mein Arsch an der Wand, Deiner in meiner Hand,
mit Fingern beschreibend Einzelheiten verbannt

(mein Arsch an der Wand, Deiner in meiner Hand
mit Fingern beschreibend Einzelheiten verbannt…)





[verwachsen. werden.]

9 02 2009

Fuer Stefan, der „ne halbe Welt und weiter“ weg ist und an manchen Tagen einfach fehlt.

[verwachsen. werden.]

ne halbe Welt und weiter nicht
mal der Himmel ist der selbe &
du schaust nicht hin und hoerst
nicht zu wenn ich die Lieder sing
deren Verse wir einst waren

ne halbe Welt und weiter nicht
sind wir gegangen: das Schild
hat uns das Gruen verboten &
wir waren schon zu muede
fuer den Sprung…





Der Thomas-Mann-Preis…

18 10 2008

…geht dieses Mal an Daniel Kehlmann. Ich kann mich nur fuer diese Wahl aussprechen. „Ich und Kaminski“ ist ein fast schon unanstaendig gutes Buch…





[landauswaerts]

16 08 2008

noch sind da Spuren: im Gras
liegt eine Moewe – die Fliegen
haben ihr Paradies gefunden.

wir fahren landauswaerts.

vorbei an Heimathaefen und Kuesten
wachen wir uns durch die Nacht – das
koennte ein Leben sein: wir trinken
mit Seemaennern um ihre Geschichten,
ein falsches Bein traegt uns weiter.

landauswaerts.

noch sind da Spuren: den Strand
im Ruecken und nur Wasser voraus
zu sehen war das nicht. der Lotse
ist blind und kennt den Grund
zu unseren Fuessen nicht.

nur so lohnt das Reisen.