ach ja…

28 06 2008

…die Berichterstattung zum Bachmannpreis findet bei anobella statt. dort auch meine Kommentare - man muss ja schließlich nicht alles wiederholen…





Bachmannpreis 2008: die Autoren

27 05 2008

jetzt stehen sie also fest - die Autoren des diesjährigen Bachmann-Wettbewerbs. und ja - es mag ja daran liegen, dass ich nicht mehr in Deutschland lebe und nicht mehr so aktiv aufs Geschehen in der “Literatur-Szene” höre - aber ich kenn die alle nicht. naja - fast alle nicht.

denn wie ich schon gestern erfuhr, wurde auch ein alter Bekannter eingeladen: Martin von Arndt. nachdem er mit seinem Roman “ego shooter” doch ein wenig Aufmerksamkeit erlangte und im letzten Jahr auch das “Landes­literaturstipendium Baden-Württemberg” bekam, ist er nun wohl doch im “Literaturbetrieb” angekommen (das klingt jetzt schlimmer als ich es meine und soll auch gar keine Kritik sein - weiß es aber grad nicht besser auszudrücken!). ich kann mich zumindest noch erinnern, wie wir in Richtung Klagenfurt grantelten…





Nachtreten: Ein weiterer Schlag gegen die Freiheit der Literatur…

13 02 2008

…und vor allem wieder gegen den Autor Maxim Biller. Wie z.B. die FAZ berichtet, wurde Biller nun zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 50k Euro an seine Ex-Freundin verurteilt, da Esra (das ja mittlerweile verboten und käuflich nicht mehr zu erwerben ist) ihre Persönlichkeitsrechte massiv verletzt habe.

eigentlich, mag man denken, ist es ja schön, dass die Persönlichkeitsrechte in Deutschland dermaßen stark verteidigt werden. eigentlich. denn was dabei unbeachtet wird ist die Rolle der Literatur/ des Literaten in Deutschland. denn wie z.B. Daniel Kehlmann in diesem etwas älteren Artikel für die FAZ schrieb, wird neben dem Autor Biller (der übrigens ein großartiger Autor ist - die “Bernsteintage” und die “Moralischen Geschichten” seien hiermit wärmstens empfohlen!) auch der Literaturstandort Deutschland demontiert.

folgendes Zitat Kehlmanns (ebenfalls ein großartiger Autor - “Ich und Kaminski” ist einer der besten Romane, die ich in letzter Zeit gelesen habe) fasst die gesamte Situation eigentlich vollständig zusammen und macht jeden weiteren Kommentar überflüssig:

Wie schriebe man denn, wenn man befürchten müßte, daß jedes Buch nicht bloß verboten werden, sondern auch noch Grund für die gerichtlich verordnete ökonomische Vernichtung sein könnte? Mit Angst oder gar nicht mehr oder am liebsten anderswo, kurz: wie in einer Diktatur.

und da fragt noch jemand, warum ich in diesem Land nicht leben kann oder will? die Situation mag in anderen Ländern nicht wirklich anders sein - aber in der Fremde ist auch der Abstand größer…





[& hinter deinen Mauern...]

30 12 2007

(für A.)

& hinter deinen Mauern: Skizzen,
Zahlen auf die blanke Haut geschrieben
von Statik und denen die sie prüften
schlugst du den Stift aus der Hand
die dich erfassen wollte, umarmen
& letztlich doch nur gezeichnet hatte
ich es dir eigentlich gesagt, damals
dass wir verhungern, hier draußen





hätte ich ein Abo…

17 12 2007

…würde ich es kündigen. aber so wichtig, dass ich den Spiegel abonieren wollen würde, fand ich ihn noch nie. dennoch ärgert es mich, dass sie mit Matthias Matussek einen freien Geist der Kultur abgesägt haben, der den Spiegel in diesem Bereich endlich voran brachte und der nun eine wahrlich hässliche Lücke hinterlassen wird. und noch mehr ärgert mich, wie nun mit ihm abgerechnet wird, wie man ihm einen schlechten Führungsstil und einen zu rauhen Ton vorwirft. mein Gott - eine Redaktion braucht einen Leiter. wer einen netten Typ zum Schwatzen sucht soll doch bitte zum Frisör gehen und sich seine blondierten Kultursträhnchen bürsten lassen!

nochmal hier an dieser Stelle: Hochachtung Herr Matussek - Sie haben großes geleistet!

ein schöner Artikel dazu wurde von anobella in der Welt aufgespürt. danke dafür!





20 08 2007

heute vor 150 Jahren wurde Charles Baudelaire wegen Verletzung der öffentlichen Moral zu einer Geldstrafe verurteilt. Grund waren einige Texte in der Erstausgabe seines Gedichtbands “Die Blumen des Bösen“. heute muss man mindestens politisch werden, um eine Chance auf Zensur zu bekommen…





29 06 2007

PeterLicht beim Bachmannpreis. jahaha - endlich weg von dieser staubtrockenen Erzählerei, hin zu frischen Texten mit Spaß an der Sprache und mehr als “nur” einem Durchleuchten verschiedener Charaktere und Umstände. und seine Leistung als Lesender war auch deutlich besser als die der meisten anderen Autoren (bisher).