Der Thomas-Mann-Preis…

18 10 2008

…geht dieses Mal an Daniel Kehlmann. Ich kann mich nur fuer diese Wahl aussprechen. „Ich und Kaminski“ ist ein fast schon unanstaendig gutes Buch…





Junkies im Monsterrausch?

13 08 2008

ich muss mikel Recht geben – der Spiegel nähert sich immer mehr ans Niveau der Bildzeitung an. wie sonst soll man eine Schlagzeile wie „Junkies im Monsterrausch“ verstehen?

worum es geht? na wieder um die Killerraubmordkopierspiele. schließlich ist jeder Computerspieler ein potenzieller Amokläufer – und wenn nicht, dann liegt das daran, dass er durchs anhaltende Computerspielen zu dick und faul dazu geworden ist. oder sich einfach nicht für einen kurzen Schulausflug von seiner Sucht lösen kann. Trinker – kein Problem! Raucher – arme verbotsgeplagte Gesellen! Computerspieler – alles Junkies, gesellschaftlich verwahrloste Gestalten die durchs Spielen Job, Freunde und Lebensgefährden verlieren.

nein wirklich – wenn ich so einen Mist lese kommt es mir hoch! ich spiele seit ich lesen kann Computerspiele. mit dem C64 meines Bruders hat es angefangen, später hatte ich meinen eigenen PC und heute bin ich Diplomingenieur für Informationstechnik, Applications-Manager – und das trotz der Tatsache, dass ich weiterhin spiele. und nicht nur das – ich spiele sogar das gefährlichste aller Suchtspiele: World of Warcraft. und das seit 2,5 Jahren (mit längeren Pausen, in denen ich anderes spielte).

eigentlich müsste ich also schon längst Job und Frau verloren haben. entweder das – oder all die tollen Dokus und Berichte sind letztlich nur das, was sie zu sein scheinen: Zielgruppenfernsehen. Versuche den Eltern klarzumachen, dass nicht etwa sie bei der Erziehung ihrer Kinder versagt haben, sondern dass es die teuflischen Computerspiele sind, die Schuld an allem haben.

sind die dort dargestellten Beispiele aber völlig aus der Luft gegriffen? nein – Suchtverhalten gibt es natürlich auch bei Computerspielern. wer nur spielt, sich mit nix anderem mehr beschäftigt der ist süchtig. genau wie jemand der am Morgen anfängt zu trinken, rauchen, koksen. aber entgegen der Darstellung ist das nicht die Mehrzahl der Computerspieler, sondern eine Teilmenge.

daher: Gaming is NOT a crime!





ach ja…

28 06 2008

…die Berichterstattung zum Bachmannpreis findet bei anobella statt. dort auch meine Kommentare – man muss ja schließlich nicht alles wiederholen…





Peter Rühmkorf ist tot…

9 06 2008

…und da ich mir darauf keinen angemessenen Reim machen kann, hier nur ein Verweis zu Dirk, der ein paar Nachrufe gesammelt hat.





per CMD googlen?

9 06 2008

hinter goosh verbirgt sich die (für mich) cooleste Web-Entdeckung der letzten Wochen. endlich google per shell erreichen, kein Graphik-Schnickschnack – einfach suchen und finden. ok – vielleicht drifte ich langsam zu sehr ins geekige ab – aber hej – ein *lol* hat man von mir bestimmt noch NIE gehört!





so als Mann…

4 06 2008

…und Ingenieur kann ich mich einfach nicht dem Erneuern der technischen Spielereien entziehen: heute hab ich mein nagelneues Sony W890i bekommen. das sieht nicht nur hübsch aus, sondern unterbietet mein altes Handy (so ein O2-PDA-Klumpen) in Sachen Größe und Gewicht um ein Vielfaches. außerdem hat es einen eingebauten Walkman und die Kamera ist auch nicht schlecht. hach – Spielkram halt!





Alice im Wunderland?

1 06 2008

eine erstaunlich gute Antwort auf Alice Schwarzers „Warum Burma echte Freunde braucht“ hat Matthias Matussek im SpON gefunden.

mich macht es auch traurig, dass die Welt immer nur im Fall einer Katastrophe betroffen reagiert und kurzzeitig Hilfe mobilisiert – aber diese Hilfe ist wichtig, muss unterstützt und ausgebaut werden. klar wird es immer Leute geben, die nur helfen um ihr Gewissen zu beruhigen – aber auch das von diesem Geld Gekaufte macht satt und ermöglicht Leben.





Fizze fizze FAZze

17 04 2008

und ähnlich tolle Schlagzeilen haben wir wohl zu erwarten, wenn das so weiter geht. beim Durchschauen der Schlagzeilen auf FAZ.net kam mir heut schon der Gedanke, ob es da eine Verbindung zur Bildzeitung gibt? vielleicht ein Journalistentausch oder eine Schlagzeilen-Patenschaft? solche Titel, welche die jeweiligen Themen auch noch verzerren, haben doch wirklich nix in einer „ernst gemeinten“ Zeitung verloren:

grandios, oder?

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die Ursachen der hohen Lebensmittelpreise…

15 04 2008

…sind natürlich komplexer als vom Spiegel dargestellt. dennoch werden die Grundprobleme aufgelistet. wenn man allerdings nicht in der Lage ist, einen solchen Artikel in seiner Gesamtheit zu verstehen (oder überhaupt zu lesen), sollte man auch nicht argumentationsbefreit dagegen anwettern. an anderer Stelle wird das Ganze immerhin halbwegs richtig betrachtet und es wird von (in dem Zusammenhang wichtigen) Preissignalen gesprochen.

ich hatte angefangen, die einzelnen Ursachen selbst ein wenig zu durchleuchten – aber die Tagesschau hat das Ganze nochmal so gut zusammen gefasst, dass mir da eigentlich nichts hinzuzufügen bleibt.





der Hunger ist zurück…

13 04 2008

…seit dem Jahr 2000 haben sich die Preise für Grundnahrungsmittel mehr als verdoppelt – was gerade in den Entwicklungsländern dazu führt, dass die Anzahl der Unterernährten wieder auf mehr als 1 Milliarde weltweit gestiegen ist. die erste Regierung ist gestürzt – wenn sich keine schnelle Lösung findet, werden weitere folgen.

als Ursache der Entwicklung wird die allgemeine Entwicklung (Verbesserung im Lebensstandart = Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten – d.h. mehr Fleischkonsum und die damit verbundenen Nachteile) verantwortlich gemacht – aber auch falsche politische Entscheidungen (z.B. Exportverbote der betroffenen Länder, Preisbeschränkungen und vor allem auch der Biosprit-Förder-Blödsinn) haben zur aktuellen Situation beigetragen.

neben der Situation in den betroffenen Ländern finde ich auch die Reaktionen hierzulande schlimm. da hab ich schon so Sachen wie „das ist nix verglichen mit den Preiserhöhungen durch den Euro“ gelesen. Leute mit solch beschränktem Horizont müsste man direkt bis Afrika treten, um ihnen zu zeigen, was Armut und Hunger bedeuten.