[& die Menschen sind muede...]

7 06 2009

Manchmal wuenschte ich, dass ich singen koennte und Lieder schreiben – aber ausser den Texten hab ich nichts dazu beizusteuern. Heute stolperte ich ueber eine Reihe wunderschoener Lieder eines jungen deutschsprachigen Saengers, von dem ich noch nie zuvor gehoert hatte – der aber scheinbar nicht mehr ganz unbekannt in Deutschland ist. Sein Name ist Philipp Poisel und seine Lieder brachten mir wieder ins Bewusstsein, dass es oft genug nicht darauf ankommt wer zuhoert – sondern einzig und allein, dass man bestimmte Dinge ausspricht. Und dass man ruhig mal einen Schritt zurueck gehen darf, um wieder in den Takt zu kommen.

Mit seinen Liedern im Ohr schrieb ich einen Text, fuer den ich zwar auch ein Lied im Ohr hab – aber nur den Text aufs Papier zu bringen vermag…

[& die Menschen sind muede]

& in den Staedten: die Menschen sind muede,
sie reden vom Gestern, reden und jetzt
hoert keiner mehr zu, ist keiner mehr da,
der ihnen des Abends die Traeume versetzt

& in den Kneipen: die Maenner sind muede,
sie halten am Bier sich stundenlang fest,
keiner will keine, sie bleiben alleine
aus Angst dass des Morgens man sie schon verlaesst

& auf Deiner Veranda: der Junge bin ich,
noch Schlaf in den Augen: der Junge bin ich!
mein Arsch an der Wand, Deiner in meiner Hand,
mit Fingern beschreibend Einzelheiten verbannt

(mein Arsch an der Wand, Deiner in meiner Hand
mit Fingern beschreibend Einzelheiten verbannt…)