23 08 2007

ich stehe vorm Spiegel, versuche Form in mein Haar zu bringen, vermeide Blickkontakt. vor fünfzehn Minuten habe ich meinen Vater zurück gerufen, vor zwei Stunden ist meine Mutter gestorben. ich war auf einer Party, habe getanzt. wahrscheinlich rieche ich nach Alkohol. ich schäme mich, so zu meinem Vater fahren zu müssen. draußen hupt das Taxi.

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Todestage

22 08 2007

letzten August ist meine Mutter gestorben. noch immer fühlt es sich seltsam an. ihre letzte Bitte an mich war, dass ich mich um Vater kümmere - aufpasse, dass er nicht versumpft. anfangs hatte ich selbst etwas Angst, dass das passieren könnte. unbegründet, wie sich herausstellte. mein Vater hat jetzt eine neue Freundin, ist vor kurzem aus der Stadt weggezogen, in der meine Familie mein ganzes Leben lang wohnte - und ich hoffe er ist glücklich. ich wünsche es ihm. die letzten Jahre waren hart - für uns alle aber vor allem für ihn.





21 08 2007

boah - wenn ich lese, dass in Mügeln zwar Nazi-Parolen gebrüllt wurden als ein Mob 8 Inder durch die Stadt jagte - aber man nicht von einem rechtsextremistischen Hintergrund ausgehen könne, kommt mir echt das Frühstück hoch. das von gestern. jaja - ist ja keine Nazihochburg, gab ja nie Probleme - DIE waren bestimmt von außerhalb zum Stadtfest gekommen, blabla. im Leugnen des Offensichtlichen waren die Deutschen ja schon immer gut.

(ein Grund mehr nicht in D. zu leben. hier hat man das Gefühl, dass Multikulti normal ist - und kann getrost auf den ganzen Wirbel darum verzichten.)





20 08 2007

heute vor 150 Jahren wurde Charles Baudelaire wegen Verletzung der öffentlichen Moral zu einer Geldstrafe verurteilt. Grund waren einige Texte in der Erstausgabe seines Gedichtbands “Die Blumen des Bösen“. heute muss man mindestens politisch werden, um eine Chance auf Zensur zu bekommen…





18 08 2007

haha - es geht am Sonntag nicht zurück in den Norden, die Schulung dort hat sich um weitere 2 Wochen verschoben. das heißt, dass ich ein ganz normales Wochenende und darauffolgend eine “normale” Woche im Büro vor mir habe. was mich freut - und meine Süße auch, da ich somit nicht schon wieder für diverse Nächte fort bin.

*guckt raus

was das Wochenende selbst angeht ist freilich noch nicht so ganz klar was wird. es regnet (Überraschung!) und eigentlich lockt mich gerade nichts so richtig raus nach Cambridge. das heißt dann wohl, dass wir einen Großteil der Zeit zu Hause verbringen - auf dem Sofa bzw. vorm Computer. meine Süße spielt “Herr der Ringe - online” und ich selbst werde wohl auch ein paar Stündchen mit Guildwars verbringen - oder etwas Go per Internet spielen. also eigentlich alles ganz langweilig.





16 08 2007

*streckt sich*

ahh - zurück von 3 Tagen Dauerstress - d.h. 3 Tage, 3 Kundenbesuche in 3 ganz und gar verschiedenen Ecken Englands. habe dabei immerhin Stonehenge gesehen (bei Regen fuhren wir daran vorbei - liegt ja direkt an der Hauptstraße), konnte ein Bier in Birmingham trinken und letztlich war ich gar in Bradford (die Heimat der Geschwister Brontë). jetzt bin ich erstmal wieder zurück in Cambs, bevor es am Sonntag wieder auf in den Norden geht.





9 08 2007

der Urlaub hatte freilich auch eine eher negative Begleiterscheinung: er war teuer. also nicht wirklich teuer - aber für meine Verhältnisse schon. man erkennt ihn auch recht gut an der Lücke, die er in mein Konto gerissen hat.

für mich heißt das im Moment, dass ich schaue, wo ich Geld einsparen kann. aktuell werde ich wohl erstmal darauf verzichten auswärts essen zu gehen (was wir Kochfaulen ja doch gern mal machen) und auch das Take-Away werden wir wohl erstmal ein wenig einschränken. auch auf unnötige Ausgaben werde ich wohl erstmal verzichten - also keine neuen Computerspiele, neue Bücher erst wenn die alten auch wirklich gelesen sind und so weiter. außerdem sollte ich ohnehin viel mehr Zeit zum Go-Lernen aufwenden - schließlich ist das offensichtlich nötig und kostet auch nix.





9 08 2007

so. der Urlaub ist letztlich vorbei, ich arbeite schon wieder die zweite Woche, habe viel zu tun, bin fast jeden Tag unterwegs (heute mal nicht) und dabei, die Mengen an liegen gebliebener Arbeit zu beseitigen. heute geht es aber vor allem darum, die Fehler der vergangenen Tage aufzuarbeiten, zu ergründen - und letztlich zu beseitigen. insofern sieht mein Arbeitsleben auch nicht anders auf als mein Privatleben: Fehler erkennen, überdenken, beseitigen. und manchmal wohl auch Kompromisse eingehen. und wenn sich ein Problem gelöst hat, fühlt sich alles gleich viel besser an.





1 08 2007

und letzten endes: nur alles halb so schlimm
wir haben’s besprochen - die sätze, die taten
und letzten endes: alles nur halb so schlimm
ein bisschen betrogen, ein bisschen verraten
und letzten endes: alles halb so schlimm nur
ein kleines gefecht im krieg des privaten…

*singt